Donnerstag, 14. November 2013

VDH - Umdenken, einlenken - oder Einsicht vorgaukeln

UR 11 / 2013

Unser Rassehund, das Magazin des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen e. V.) ist inzwischen bei allen Mitgliedern eingegangen.

Immer lesenswert, wenn auch nur um das berechtigte Kopfschütteln wieder einmal bestätigt zu bekommen, ist das Editorial.

Während der letzten Monate wurden die verschiedensten Amtsträger des VDH nicht müde, mit beschwörenden Worten die Leser zu animieren doch wieder stärker die Ausstellungen des VDH zu besuchen. Schrumpfende Ausstellerzahlen haben den VDH spüren lassen dass die Einnahmen sinken. Die kräftigen Einnahmen des Wirtschaftsunternehmens VDH-Service GmbH (Tochtergesellschaft des VDH e.V.), dass mit der Interessensvertretung von Hunde- Züchter / Liebhabern / Haltern nicht das Geringste zu tun hat.


Diesem abwegigen Gedanken schien sich bisher auch das VDH-Präsidium und sein Vorstand anzuschliessen, wurde doch Herr Leif Kopernik für diesen veröffentlichten Unsinn bisher nicht offiziell abgestraft.

Einen völlig neuen Ton schlägt jetzt das VDH-Vorstandsmitglied Hermann Josef Gerhards an!
http://www.youtube.com/playlist?list=PLn4vwGyfiy-CmFyulCuobJnEoC_DzsqwA
Unter dem Titel "Das neue Tierschutzgesetz" getarnt, versucht Herr
Gerhards jetzt den Eindruck zu erwecken, als sein das Fehlverhalten der vergangenen Jahrzehnte ein Problem im Verantwortungsbereich der Züchter. Herr Gerhards verschweigt ganz bewusst und aus gutem Grund die vernachlässigte und versäumte Verantwortung und Kontrollfunktion des VHD und der FCI.

Aber immerhin ist ein Anfang gemacht und die Leser unter Ihnen, die berechtigte Forderungen in Fragen der Schadensersatzansprüche haben, erhalten mit der Ausgabe 11 / 2013 die Grundlage für ihre Anspruchsbegründung.

So ist jedem Züchter zu raten den § 11 b TSchG auswendig zu lernen, auch und gerade den  Züchtern und Vermehrern, die bereits ihre Hündinnen haben decken lassen, trat doch die Rechtskraft am 15.08.2013 ein.

 
Zitat aus dem UR 11 / 2013 H. J. Gerhards:

"…Die neue Formulierung des § 11 b TSchG, der nach wie vor für die Rassehundezucht und für den einzelnen Züchter von großer Bedeutung ist, stellt zukünftig deutlich mehr auf den Verantwortungsbereich des einzelnen Züchters ab. Ziel muss es sein, gesunde, schmerz- und leidensfreie, vitale Hunde zu züchten. Ein Züchter dürfte dem nur gerecht werden können, wenn er die notwendigen Zusammenhänge und Folgen seines Handelns auch kennt.

Wer zum Beispiel mit Defektgenen Zucht betreibt oder sein Ziel auf eine Übertypisierung ausrichtet, begibt sich sehr schnell in die Gefahr, das Wohlbefinden eines Hundes, möglicherweise einer ganzen Rasse, zu beeinträchtigen und dann befinden wir uns in der so genannten Qualzucht.

Wir müssen ein großes Augenmerk auf den Zuchtbereich legen, und wir müssen uns davor hüten, aus falsch verstandenem "Schönheitsdenken" in bestimmte Richtungen zu züchten.
Wir wissen heute, dass vieles in die falsche Richtung gegangen ist, und wir haben deshalb die Aufgabe, dies zu korrigieren."
Zitat Ende!


Diese Erkenntnis haben viele Fachleute schon seit Jahren und Jahrzehnten. Leider besteht Präsidium und Vorstand des VDH nachweislich nicht aus Fachleuten. Der wissenschaftliche Beirat des VDH hat keinen Genetiker mehr in seinen Reihen. Aber was hat Zucht mit Genetik zu tun, wird sich der verwirrte Züchter fragen, mein Hund ist doch schließlich Champion.


Auf Seite 8 seines Geschäftsberichtes 2012 beschreibt der VDH seine Position so:
Der Verband für das Deutsche Hundewesen
Der beste Freund des Hundes

Zitat:
Der VDH ist die Interessenvertretung aller Hundehalter in Deutschland. Als Dachorganisation von bundesweit 176 Mitgliedsvereinen repräsentiert der Verband mehr als 650.000 Mitglieder. Über 250 verschiedene Hunderassen werden in den Zuchtvereinen des VDH betreut und unter strengsten Kontrollen gezüchtet. Der VDH und seine Mitgliedsvereine haben sich im internationalen Vergleich – seit jeher – für ein äußerst strenges Zuchtreglement entschieden. Die entsprechenden Richtlinien legen den höchsten Stellenwert auf die Gesundheit und den Tierschutz.

Als große Interessengemeinschaft, als traditionsreiche Institution und als Gütesiegel hat sich der VDH in der Gesellschaft etabliert und ist bei allen Themen rund um den Hund gefragt. Sei es bei Medienvertretern, Gerichten, Ministerien, Behörden oder Hundeinteressenten – der VDH ist der erste Ansprechpartner.

Seit über einhundert Jahren prägt der VDH das Leben mit Hunden in Deutschland. Einige der weltweit wichtigsten Hunderassen wurden hier hervorgebracht, und der VDH und seine Mitgliedsvereine verfügen über eines der leistungsfähigsten kynologischen "Netze", um in der Gesellschaft das Leben, Arbeiten und Züchten rund um den Hund zu organisieren.
Zitat Ende

Müssen wir alle dafür dankbar sein?! Warum nicht!
In jedem Fall müssen wir alle wachsam sein!

Kommentare:

  1. Ich glaube ganz einfach : für den VDH gilt : DENN SIE WISSEN NICHT WAS SIE TUN !
    Wo war denn der von allen so sehr gefragte VDH als die Medien sich über die Hunde und deren Halter hermachten? Als Listenhunde, Kampfhunde etc. von den Medien hoch gespült wurden , haben weder der Tierschutz noch der VDH noch sonst jemand eine Lanze für die Hunde und deren Halter gebrochen!
    Es war ein Spießruten laufen !!! Sich jetzt damit zu schmücken sich "etabliert" zu haben ist doch unglaublich unseriös ! Dann noch die Qualzucht ! Auch das wurde unter dem VDH "hervorgebracht" .
    Aber auch das hat ja Tradition beim VDH......

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    1. hier kommt eine passende Reportage
      Reine Rasse, volle Kasse - Das Geschäft mit der Qualzucht
      Ein Film von Philipp Hampl

      Montag, 02. Dezember 2013, 22.00 - 22.45 Uhr

      Vor dem Essen für jeden eine kleine Gelenkkapsel, dann eine Tablette gegen den Herzklappenfehler und eine gegen die Ausfälle wegen der angeborenen Kleinhirnquetschung. So ergeht es Ovid und Amy jeden Tag. Die beiden sind Cavalier King Charles Spaniels, ein neuer Mode-Hund, und: eine von Erbkrankheiten besonders heimgesuchte Hunde-Rasse.

      Züchter wie Alexander Däuber halten die Reinzucht für das Ende vieler Rassehunde - und fordern Einkreuzungsprojekte, um so die kranken Gene auszudünnen. story-Autor Philipp Hampl besucht zusammen mit dem Tierarzt und Tierschützer Ralf Unna die „Crufts“ in Birmingham, die weltgrößte Hundemesse. Denn in England bewegt sich etwas in der Rassehundezucht: Dort haben Tierärzte seit letztem Jahr die Möglichkeit, Siegerhunde vom Wettbewerb auszuschließen. Warum weigert sich der Verband für das deutsche Hundewesen, Ähnliches auf seinen Hundeshows zu erlauben?

      Und: Warum weigert sich der VDH, diesem Beispiel flächendeckend zu folgen? „Endlich ein Ende des Todschweigens“, fordert Prof. Ottmar Distl. Er war jahrelang der einzige Tiergenetiker des VDH. Im Dezember 2012 hat er sein Amt im wissenschaftlichen Beirat niedergelegt. In die story verrät er die Hintergründe und Konsequenzen für die Rassehundezucht in Deutschland.

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  2. Wann berichtet der Basenji-Blogger endlich über den Zwinger Pharaoh´s Diamonds:

    * 9 Würfe - aber nur drei Hunde aus dieser Zucht haben eine Zuchtzulassung und wurden entsprechend hinsichtlich ihrer Gesundheit untersucht.

    * Wurf mit einem Rüden, der keine Zuchtzulassung hatte. Die Hündin war 9 Jahre alt und es war ihr fünfter Wurf.

    * Wurf mit Hunden, die ein erhöhtes Fanconi Risiko hatten. Zwei Hunde aus diesem Wurf sind "fanconi affected".

    * Ein Hund wurde beim Wildern überfahren.

    * Ein erwachsender Hund (Azawakh) wurde abgegeben.

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    1. Liebe Anonym 14. November 2013, 21:51

      Wir freuen uns, dass wir Sie mit Basenji-Blogger erreicht haben und Sie sich mit Ihrer Meinung hier beteiligen.
      In welchem Zusammenhang Sie Ihren Kommentar zum UR 11/13 sehen ist nicht verständlich. Es scheint aber für Sie wichtig zu sein, etwas über besagten Züchter mitteilen zu wollen oder in Erfahrung bringen zu wollen.
      Sollte Ihnen daran liegen einen sauber recherchierten Bericht liefern zu wollen, senden Sie uns diesen bitte per Email zu: basenji.blogger@gmail.com
      Sicherlich kann Ihnen der Züchter hierzu die benötigten Informationen geben. Daher scheint es auch sinnvoll zu sein, Sie wenden sich direkt an ihn. Die Kontaktdaten erfahren Sie über den zuständigen Rassehundezuchtverein.
      Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Abend und morgen früh um 06:00 wieder einen neugierigen Blick in den Basenji-Blogger

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    2. Hallo Sabrina Hartmann, Schweiz!
      Sie brauchen nicht unter "anonym" zu posten, erkennt man doch auf Anhieb wohin Ihr dämliches (sorry) Geschwätz führen soll! Sie haben einen Rüden aus der Zucht Pharaohs Diamonds, der an Herpes (Augen) erkrankt ist. Sie haben es versäumt RECHTZEITIG die richtigen Ophtamologen - falls Sie den Hund überhaupt einem Augenarzt vorgestellt haben - vorzustellen ! Aber Sie waren ja zu sehr beschäftigt den Hund zirkusreif auszubilden. Dann versäumt man schnell das Wesentliche und hat keinen Blick dafür... Dann haben Sie noch versucht die Schuld Richtung Züchter zu lancieren...... Also ganz schön brav sein und vor der eigenen Türe kehren ! Die scheint ja schon die Ausmaße eines Portals angenommen zu haben. :-)))

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    3. Hallo zusammen, ich besitze keine Basenji , allerdings möchte ich jetzt wirklich auch mal etwas sagen, ich kenne eine Basenjis und bin entzetzt wie hier miteinander umgegangen wird. Ich kenne auch den besagten Basenji wo hier ständig schlecht gemacht wird, und ich kann euch sagen, dass hier nichts verpasst wurde abzuklären, es wurde gesprungen und getan um dem Hund zuhelfen , damit es ihm besser geht. Ich denke langsam ist es an der Zeit nicht die Schuld für den erkrankten hund dem Besitzer zugeben, denn wenn der hund von der Veranlangung bei der Zucht schon einen Defekt hatte, kann der neue besitzer auch nichts mehr dagegen tun, dann sollte man vielleicht als Züchter mal überlegen , gewisse hunde nicht so oft zu decken, oder zuerst mal die gesundheit der Elterntiere ordentlich zu überprüfen. Glg

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  3. Der VDH eine Wirtschaftsunternehmen und zum billigen Show-Zirkus verkommen. Man sollte ihm die Gemeinnützigkeit absprechen. Prämiert werden am liebsten Hunde von Freunden. Beziehungsgeflechte und Korruption führen zum BIS. Die Gesundheit spielt da keine Rolle. Nur ganz wenige Richter sind hier eine Ausnahme. Und wie armselig sind die Züchter, für die ein billiger Blechpokal Schmiergelder wert sind und jedes Wochenende auf die schönen Shows rennen. Arme Hunde! Ach so geliebte Rassehunde - die das Wochenende in Käfigen verbringen müssen.

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  5. So viele lügen und rassistisches denken wie hier veröffentlicht werden, habe ich in meinem ganzen Leben noch nie lesen müssen. Und so n Mist was der basenji blogger von sich gibt und das noch als Züchter ist unter aller sau. Die Seite gehört verboten und seine zuchtabsichten auch. Es ist schade das Hunde und Halter zu nieder gemacht werden um sein eigenes ego zu heben. Denk mal bach basenji Blogger

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    1. Ich bitte Sie, sich zu mäßigen ! Ich denke Sie haben nicht das Wissen sich der Öffentlichkeit so niveaulos mitzuteilen. Sie können zwar anonym und ohne Maulkorb posten, aber nicht in dieser Form. Wäre ich der Admin, so wäre dieser "Artikel ", auch wegen mangelnder Deutschkenntnisse,
      nicht im Basenji-Blogger veröffentlicht worden.

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  6. Rat mal wer ich bin17. November 2013 um 13:34

    So nun mal Klartext:

    Pharaoh's Diamonds hat keine affected getestete Basenjis, weder ausgewachsene noch Welpen.

    Alle Zuchttiere haben sämtliche vorgeschriebene Gesundheitsuntersuchungen.

    Bei dem ungeplanten Wurf hatte der Rüde die Zuchtzulassungsprüfung bestanden, lediglich seine HD-Röntgenauswertung war bei der Auswertungsstelle wohl aus Schlamperei verloren gegangen. Er wurde der Prozedur mit Vollnarkose selbstverständlich den Regularien entsprechend ein 2. Mal unterzogen. Die besagte Hündin war beim ungeplanten Deckakt noch 8 Jahre alt und hatte zuvor -richtig - bereits 4 Würfe ( riesengroße mit 6, 5,4 und 5 Welpen). Immerhin hatten die 3 Welpen einen für Deutschland noch hohen Avongara-Anteil, welcher hierzulande allerdings nicht geschätzt wird.

    Ob es für den Genpool des Basenji nicht schädlicher ist, wenn ein paar wenige durch ihre Halter und Aussteller gezielt hochgepushte Rüden jährlich mehrfach auch in Deutschland zum Deckeinsatz kommen, mag der zum Nachdenken geneigte Leser mal in Ruhe hinterfragen.

    Im Übrigen ist seinerzeit am gleichen Tag und zur gleichen Stunde ca. 600 km entfernt ein Basenji-Jungrüde aus dem Kennel Obangi Kashore im Rahmen eines von der dortigen Hundeschule organisierten Wilderspaziergangs unter den gleichen Umständen zu Tode gekommen, nur mit dem Unterschied dass das Unheil hier von einer Hundespielwiese ausging.

    Die Abgabe des Azawkh wurde ehemals von einer Sabrina Hartmann wärmstens befürwortet, aber wie heißt es so schön, was kümmert mich mein Gewäsch von Gestern?.

    Die Hetztiraden und verwendeten Schimpfworte einer Frau Sabrina Hartmann auf Facebook lassen Verbitterung und Weiteres , nicht zuletzt Niveaulosigkeit erkennen. Die Dressur des Basenjis erfolgt zur reinen Selbstdarstellung. Narzissmus in Reinkultur lässt grüßen.

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    1. Jetzt muss ich aber der Sabrina mal Recht geben. Das war schon gut wie sie jetzt die Beiträge auf facebook nur noch für ihre Freude sichtbar gemacht hat.
      Das war auch einfach viel zu peinlich und zu krass.

      Jetzt sind die Beiträge genau dort wo diese hingehören, in ihren Freudenkreis. Congrats

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